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Bundesbürger wollen keinen legalen Haschisch-Besitz (2002-11-10)
Pubdate: 10. 11. 2002
Source: Die Welt
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notes: online: http://www.welt.de/daten/2002/11/10/1110de367606.htx

Bundesbürger wollen keinen legalen Haschisch-Besitz
Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von WELT am SONNTAG

Berlin ws. - Zwei Drittel der Deutschen lehnen den straffreien Besitz 
von Haschisch für den eigenen Konsum ab. Das ergab eine Umfrage des 
Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von WELT am 
SONNTAG. 32 Prozent plädierten für Straffreiheit. Nur junge Bundesbürger 
sind mit 60 Prozent dafür sowie Anhänger der Grünen, von denen 62 
Prozent Straffreiheit forderten.

Dagegen hatte sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion 
Caspers-Merk (SPD), dafür ausgesprochen, den Besitz von bis zu zehn 
Gramm nicht mehr unter Strafe zu stellen. Auch die Berliner 
Justizsenatorin Karin Schubert (SPD) hatte verlangt, den Besitz von bis 
zu 15 Gramm Haschisch zu legalisieren. Außerdem soll die weiche Droge in 
Apotheken und von Ärzten verkauft werden dürfen.

Damit wurde Widerstand in der eigenen Partei provoziert: Der 
innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, 
sagte dieser Zeitung: "Ich bin strikt gegen eine Verharmlosung von 
Haschisch und sage strikt Nein zu einer Freigabe." Man müsse alles tun, 
um von solchen Dingen wegzukommen. Auch von der Union kam Kritik. Der 
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach sagte, er sei 
gegen jenes "Liebäugeln mit einer Freigabe". Flucht in den Rausch sei 
das Gegenteil von sinnerfülltem Leben.