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Passivrauchen senkt Kinder-IQ (2002-05-08)
http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=984&item=188988

Passivrauchen senkt Kinder-IQ

08. Mai 08:11

Tabakrauch macht dumm: Kinder, die in Raucherhaushalten aufwachsen,
schneiden bei IQ-Tests schlechter ab als Kinder von Nichtrauchern.

Der Intelligenzquotient von Kindern, die regelmäßig Zigarettenqualm
ausgesetzt sind, liegt im Durchschnitt unter dem von Kindern aus
rauchfreien Elternhäusern.
Schon geringe Mengen Rauch senken das Ergebnis der Kinder bei IQ-Tests
um ganze Punkte.
Abbauprodukt des Nikotins «Diese Einschränkungen haben für das einzelne
Kind vielleicht keine Bedeutung, aber die Auswirkungen auf die
Gesellschaft sind riesengroß», sagt Kimberly Yolton vom Cincinnati
Children's Hospital im US-Bundesstaat Ohio.

Denn Millionen von Kindern seien in ihrer Umgebung Tabakrauch
ausgesetzt.
Das Team um die Medizinerin untersuchte Blutproben von 4399
US-amerikanischen Kindern zwischen sechs und sechzehn Jahren auf
Cotinin, ein Abbauprodukt des Nikotins. Außerdem werteten sie die
Ergebnisse dieser Kinder bei verschiedenen IQ-Tests aus, die im Rahmen
der NHANES-III-Studie zwischen 1988 und 1994 durchgeführt worden waren.

Defizite bei Sprache und Logik Wie die Forscherin am Montag auf dem
Treffen der Pediatric Academic Societies in Baltimore berichtete, kann
der IQ durch den tausendsten Teil eines Milligramms Cotinin pro Liter
Blut um zwei Punkte gesenkt werden. Diese Konzentration von einem
Nanogramm Cotinin pro Milliliter Blut wird bei Kindern erreicht, deren
Eltern zusammen etwa eine Schachtel Zigaretten pro Tag rauchen.

Die Ergebnisse bei Lesetests nahmen pro Nanogramm Cotinin um etwa einen
Punkt ab, die Tests auf mathematische Fähigkeiten etwa um drei Viertel
Punkte. Zwischen den 25 Prozent der Kinder mit dem höchsten und den 25
Prozent der Kinder mit dem niedrigsten Cotinin-Spiegel ergab sich bei
den Lesetests eine Differenz von neun Punkten.

Passivrauchen bei Kindern war bereits zuvor mit Defiziten bei Sprache
und Logik in Zusammenhang gebracht worden. Diese Studie zeige, dass
bereits geringe Konzentrationen einen deutlichen Effekt haben.
http://www.cdc.gov/nchs/nhanes.htm