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EU unterstützt Kabul im Kampf gegen Drogen (2002-04-06)

"Ostsee Zeitung" am 05.04.02 http://www.ostsee-zeitung.de/po/start_137023.html

EU unterstützt Kabul im Kampf gegen Drogen

Brüssel (AP) Die Europäische Union will Afghanistan bei der Antidrogenpolitik der neuen Regierung finanziell unter die Arme greifen. Wie der Außenpolitische EU-Kommissar Chris Patten gestern in Brüssel mitteilte, will die EU Kabul mit 28 Millionen Euro bei der Vernichtung des Anbaus und Schmuggels mit Rauschgift unterstützen. Nach Pattens Angaben werden ungefähr 90 Prozent des in Europa verkauften Rauschgifts aus afghanischem Opium gewonnen.

Die Übergangsregierung von Ministerpräsident Hamid Karsai hatte am Donnerstag angekündigt, die gesamte diesjährige Schlafmohn-Ernte zu vernichten. Die Bauern sollten dafür mit rund 500 Dollar (560 Euro) pro Hektar entschädigt werden. Gegen Landwirte, die sich weigerten, ihren Mohn auszurotten, solle polizeilich vorgegangen werden. In diesem Zusammenhang erklärte die EU-Kommission, eine weitere halbe Million Euro für die Unterstützung von Landwirten bereitzustellen, die auf Opiumanbau angewiesen seien.

Aus Schlafmohn werden Narkotika und Rauschgift wie Heroin und Opium hergestellt. Mit dem Verkauf der Drogen haben sich die einzelnen islamischen Rebellengruppen in der Vergangenheit in erster Linie finanziert.