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JES in NRW vor dem Aus. (2006-01-29)
JES IN NRW VOR DEM AUS

Landesregierung plant vollständige Einstellung der Förderung der Drogenselbsthilfe JES und des landesweiten Spritzenautomatenprojekts im Landeshaushalt 2006

Wenige Tage vor Weihnachten erhielten die KollegInnen in NRW die schriftliche Mitteilung, dass die Landesregierung plant, die Förderung der regionalen und landesweiten JES-Projekte (Junkies, Ehemalige, Substituierte) einzustellen (-117.500 € p.a.). Auch die landesweite JES-Koordinationsstelle soll ab dem 01.04.2006 nicht mehr gefördert werden (-56.500 €).

Sollten diese Kürzungen tatsächlich beschlossen werden, hätte dies fatale Folgen für die Struktur der JES-Selbsthilfe in NRW aber auch für die bundesweiten Stukturen des in Europa einzigartigen JES Netzwerks.

Es ist absehbar, dass unsere seit mehr als 15 Jahren aufgebaute Struktur dünner und brüchiger wird oder auch ganz zum Erliegen kommen kann. Ohne beispielsweise landesweite Austauschtreffen, ohne Vernetzung und Informationsweitergabe, ohne Fahrtkostenerstattungen und kostenlose Fortbildungsangebote wird Selbsthilfe für Drogengebraucher/innen, Ehemalige und Substituierte zum Luxusgut. JES ist die einzige Selbsthilfe-Organisation, die – aufgrund ihrer Authentizität – den unmittelbaren Zugang zu den drei Zielgruppen hat. JES trägt mit der kostenlosen Abgabe von safer-use Materialien, wie z.B. Spritzen und Nadeln, und safer-use Informationen erheblich zu einer qualitätsgesicherten Präventionsarbeit bei. Mit Wegfall der Landesförderung kann diese ehrenamtliche Präventionsarbeit nicht mehr geleistet werden, weil die Kosten für safer-use Materialien selbstständig aufgebracht werden müssten.

Sämtliche geplanten Projekte des Landesverband JES NRW für das Jahr 2006, wie beispielsweise die Substitutions-Hotline, den Substitutions-Fachtag oder die gemeinsame Veranstaltung zum Gedenktag verstorbener Drogengebraucher/innen – dem 21.07. – könnten nicht mehr verwirklicht werden.

Um den politisch verantwortlichen die wichtigkeit und einzigartigkeit der Arbeit der Drogenselbsthilfe JEs deutlich zu machen und die fatalen Folgen dieser Politik aufzuzeigen, gilt es nun einen bundesweiten Protest zu organisieren.
Unter der Seite http://www.stopp-kuerzungen.de findet ihr entsprechende

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