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Die Wirkung von Cannabis auf die Fahrtüchtigkeit ist dosisabhängig (IACM, 2004-02-14)
Aus dem aktuellen Newsletter von http://www.cannabis-med.org

Die Wirkung von Cannabis auf die Fahrtüchtigkeit
ist dosisabhängig

In einer australischen Studie wurden Unfallursachen bei 3398
tödlich verunglückten Fahrern untersucht. Während Fahrer mit
niedrigen THC-Konzentrationen im Blut eine geringere
Wahrscheinlichkeit hatten, einen Unfall zu verursachen als
drogenfreie Fahrer, waren höhere THC-Konzentrationen mit einer
deutlich höheren Verschuldensrate verbunden.

Für alle Fahrer, die nur THC im Blut hatten, betrug das geschätzte
relative Risiko (Odds Ratio, OR) für die Verursachung eines
Unfalls im Vergleich zu drogenfreien Fahrern 2,7 (das heißt 2,7
mal so hoch). Für Fahrer mit mehr als 5 ng/ml THC im Blut stieg
die OR auf 6,6. Allerdings war die Verschuldensrate für Fahrer
mit 5 ng/ml THC oder weniger in ihrem Blut geringer als bei
drogenfreien Fahrern. Drogenfrei bedeutet, dass keine legalen
(Alkohol, Medikamente) oder illegalen Drogen gefunden worden
waren.

Die Verschuldensrate für Fahrer mit einer
Blutalkoholkonzentration über 0,5 Promille war mehr als dreimal
so hoch wie bei der Gruppe mit nur THC im Blut. Die OR für
Fahrer mit THC und Alkohol im Blut im Vergleich mit den Fahrer
mit alleinigem THC betrug 2,9, was auf einen additiven Effekt von
THC und Alkohol auf die Beeinträchtigung der Fahrleistung
hinweist.

Fahrer über 60 Jahre und jünger als 25 wiesen eine höhere
Verschuldensrate auf als Fahrer im Alter von 30 bis 59 Jahre, die
ersten vermutlich wegen einer nachlassenden psychomotorischen
Leistungsfähigkeit, die zweiten vermutlich wegen Unerfahrenheit
und höherer Risikobereitschaft. Die OR von Fahrern im Alter
zwischen 18 und 25 Jahren verglichen mit Fahrern im Alter
zwischen 30 und 39 Jahren betrug 1,7, die OR von Fahrern über
60 verglichen mit den Fahrern im Alter zwischen 30 und 39 betrug
2,2.

(Quellen: Drummer O, et al. The involvement of drugs in drivers
of motor vehicles killed in Australian road traffic crashes. Accid
Anal Prev 2004;36(2):239-48; perönliche Mitteilung durch Olaf
Drummer)