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Focus-Interview mit der Drogenbeauftragten (2002-12-17)
Focus-Interview mit der Drogenbeauftragten 

In der aktuellen Focus-Ausgabe ist ein Interview mit Marion Caspers-
Merk enthalten, der Bundesdrogenbeauftragten. Darin spricht sie sich 
für eine einheitliche Regelung bei straffreien 
Verfahrenseinstellungen bei Cannabis aus, ohne sich auf eine konkrete 
Grammzahl festzulegen. 

Frau Caspers-Merk vergleicht Äpfel mit Birnen, wenn sie bei der 
Eigenkonsumregelung auf die 5g-Grenze bei der Abgabe in 
niederländischen Coffeeshops verweist. Die gilt nämlich nur für den 
abgebenden Kleinhändler, um ausländische Touristen nicht dazu zu 
verleiten, mehr einzukaufen, als sie während ihres Aufenthalts 
verbrauchen können und dann den Rest mit nach Hause zu nehmen. Beim 
Besitz durch die Konsumenten gilt in den Niederlanden nach wie vor 
eine 30g-Grenze. 

Die Drogenbeauftragte spricht von 12.000 Jugendlichen, die wegen 
Cannabis Beratungsstellen aufsuchen. Tatsächlich zählte das EBIS-
Diagnosesystem des Instituts für Therapieforschung, das die Zahlen 
für das Bundesministerium für Gesundheit erhebt, im Jahr 2000 
insgesamt 3.632 Personen jeden Alters, bei denen Cannabis der 
Hauptanlass für ein Beratungsgespräch war, unter 3,4 Millionen 
aktuellen Konsumenten. Rund vierzigmal mehr Menschen bekamen im 
selben Jahr Probleme, indem sie wegen des Cannabisverbots bei der 
Staatsanwalt angezeigt wurden. 

Fünf Gramm straffrei [Focus, 08.12.2002]
http://focus.msn.de/F/2002/50/Deutsch/cannabis/cannabis.htm

Marion Caspers-Merk und Cannabis:
http://www.cannabislegal.de/politik/mcm.htm

Fehlende Glaubwürdigkeit = wirkungslose Politik [Schreiben an MCM in 
spdfraktion.de, 26.04.2002]
http://www.cannabislegal.de/politik/mcm-spdfraktion2.htm#jw2